Giardienbefall - Parasiten des Darms

    Giardien sind Einzeller, die heftigen Durchfall bei Hund und Katze - sowie auch bei Menschen verursachen können.

    Sie gilt als Zoonose - und kann auf den Menschen übertragen werden. Der Mensch infiziert sich durch Schmutz,- und Schmierinfektion, oder verunreinigtes Trinkwasser mit den Einzellern. Auch Fliegen können als Überträger in Frage kommen.

    Symptome:
    Da Giardien sich im Dünndarm ansiedeln zeigen sich die Giardien-Infektionen in wechselhaft auftretenden und hartnäckigen Durchfällen. Der Kot kann Schleimbeimengungen enthalten, auch mal mit Blutbeimengungen. Auch kann Erbrechen und Abmagerung festgestellt werden.

    Diagnose:
    Über eine Kotprobe kann durch einen Schnelltest in der Praxis der Befall festgestellt werden.

     

    Darüber hinaus sind hier besondere Hygienemaßnahmen von Bedeutung.

  • Alle Tiere (Hunde, Katzen) die mit in der Gemeinschaft leben, gleichzeitig behandeln (auch wenn sie keine Symptome zeigen).
  • Hände waschen nach Spielen in Sandkästen, Kinderspielplätzen oder nach dem Streicheln der Tiere, insbesondere Kinder.
  • Kot stets einsammeln und unschädlich beseitigen (Plastiktüte, Mülleimer).
  • Katzentoilette täglich mit kochendem Wasser reinigen und sorgfältig abtrocknen. (Giardien überleben in feuchtem bzw. Wasser sehr lange)
  • Hunde nicht auf Spielplätze und Sandkästen lassen.
  • Kontamination von Wasser und Futter, sowie Näpfe mit heissem Wasser reinigen.
    Gut abtrocknen!
  • Nur frisches Wasser zu trinken geben (andere Wasserquellen könnten durch andere Tiere infiziert sein.
  • Wenn möglich mit Dampfstrahler (über 60°C) Boxen, Zwinger, Ausläufe etc. behandeln.
  • Hundedecken, Katzendecken regelmässig heiss waschen.
  • Spielzeug, auch den Kratzbaum, sorgfältig reinigen.

 

    Therapie: Panacur ist das zu empfehlende Präparat, was über den Tierarzt zu erhalten ist, nach der Laboruntersuchung.

    Da eine hohe Gefahr der Wiederansteckung besteht, wird die Behandlung innerhalb 2 Wochen wiederholt.

 

© 2006-2012 Felis & Canis. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.